4.15 Schweißgebadet erwachen ich aus einem Traum. Unser Sohn berichtet darüber, in der Schule würde nur einer in seiner Klasse russisch sprechen, alle anderen nur schwedisch. Warum sind wir bloß nach Finnland ausgewandert, denke ich noch und wundere mich noch darüber, dass es so viele Schweden in Finnland gibt, das ganze Schulklasse zusammen mit den Auswandern aus Russland unterrichtet werden.
Mir fehlt gerade auch nur die kleinste Idee, was das bedeuten soll, falls es etwas bedeuten soll. „Träume sind Schäume“ sagt der Volksmund, was die einfachste Erklärung bietet, aber ist das wirklich so? Andere bemühen ihren Gott, um ihre Träume zu erklären. Nicht nur in der Bibel, sondern auch in der Neuzeit soll Gott durch Träume zu Menschen gesprochen haben, um sie vor Naturkatastrophen zu schützen. Das hilft auch nicht weiter. Es gibt gar keine Pläne nach Finnland aus zu wandern, wir sind keine Russen und auf meinen Sohn bezogen, kommt die Warnung min. 15 Jahre zu spät. Sollte die Warnung für eines der nächsten Leben sein, habe ich keine Idee, wie mich diese Warnung erreichen soll. Ich neige eher zu der Ansicht, Träume dienen dazu das was man am Vortag erlebt hat, einzuordnen und zu speichern, anscheinend mit Hilfe einer Systematik, die im wachen Zustand nicht zu verstehen ist.
Das Schmerzniveau im linken Arm, rechten Knie und der unteren Wirbelsäule steigt langsam wieder an. Dazu kommen Pankreas typische Schmerzen im Oberbauch, Nervenschmerzen (Fibromyalgie) in fast allen Körperteilen. Inzwischen wäre es einfacher die Körperteile auf zu zählen, die gerade nicht oder nur weniger schmerzen.
Trotzdem geht es mir im Vergleich zu den sechs Wochen vor dem Krankenhaus Aufenthalt richtig gut. Also werde ich die Zeit bis zum nächsten Schmerzschub nutzen, um zu leben, Pläne zu machen, z. B. zum Spiel KFC Uerdingen gegen SG Wattenscheid am 26. August 2017 fahren, einen Ausflug nach Venlo machen, Meditation lernen, tgl. mit dem Terraband üben, Alltag bewältigen…
Jetzt erst einmal frühstücken.
Der zweite Tag 7Mind Meditation Grundkurs lief schon etwas besser, was die Konzentration angeht, zum Ende liefen aber erst einmal Tränen, ohne dass ich sagen kann warum. Ich bin derartig aufgewühlt fast manisch, dass ich kaum einen Gedanken zu Ende führen kann und trotz Meditation nicht zur Ruhe komme, weil mir zu viele Gedanken durch den Kopf gehen.