Mittwoch, 2. August 2017

5.30 Schön so spät!? Nach ca. 10 Sekunden sechs Stunden Schlaf Wache ich ich seit meinem Krankenhaus Aufenthalt auf, egal wann ich einschlafe. Stimmt wohl doch, dass alte Leute weniger schlafen. Ob ich auch weniger Schlaf brauche, ist noch nicht so sicher. Während ich einer voll sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachging, habe ich eher weniger als sechs Stunden pro Nacht geschlafen, war aber um einiges leistungsfähiger und frischer, physisch und psychisch.

Heute soll nun der Tag sein, an dem wir zum ersten Mal in der neuen Wohnung schlafen. Falls sich die Woche nicht so fortsetzt, wie sie begann (Montag war Cindy nicht zum Vierteljahresgespräch für die Pflegeversicherung gekommen; Dienstag das Unitymedia Debakel), werden Betten, Sofa, Schubladenschrank, Sekretär und die Fernseher transportiert. So wirklich wundern würde ich mich nicht, wenn die beauftragte und schon schwer zu findenden Firma heute nicht zu den anstehenden Arbeiten erscheint, zumal sich bisher keiner zu den per Email nachgefragten zusätzlich zu transportietenden Gegenständen geäußert hat. In meiner heutigen Meditation will ich positiv an das Gelingen denken. Die Woche muss nicht so weiter gehen, wie sie begann. Die menschliche Definition von Zeit ist nur eine Definition, die auch anders ausfallen könnte und wäre der gestrige Tag das Ende von etwas. Wahrscheinlich ist es das Beste, wenn es einem gelingt zu sagen und zu fühlen: Heute beginnt ein neuer Tag, gestern ist vorbei, morgen noch entfernt. Alles hat seine Zeit, sagt uns schon die Bibel. Ob man daran glaubt oder nicht, die Bibel bietet erstaunliche Texte. Ich bete auch Schriftsteller nicht an, bloß weil ich ihre Texte gut finde, nicht einmal Franz Kafka oder Doris Lessing.

DER PREDIGER SALOMO (KOHELET) Alles hat seine Zeit 31 Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: 2 geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; 3 töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit; 4 weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; 5 Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit; 6 suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; 7 zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; 8 lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit. 9 Man mühe sich ab, wie man will, so hat man keinen Gewinn davon. 10 Ich sah die Arbeit, die Gott den Menschen gegeben hat, dass sie sich damit plagen. 11 Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. 12 Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben. 13 Denn ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes. 14 Ich merkte, dass alles, was Gott tut, das besteht für ewig; man kann nichts dazutun noch wegtun. Das alles tut Gott, dass man sich vor ihm fürchten soll. 15 Was geschieht, das ist schon längst gewesen, und was sein wird, ist auch schon längst gewesen; und Gott holt wieder hervor, was vergangen ist.

Gerade dieser Vers 15 hört sich sehr modern an. Es gibt Wissenschaftler, die behaupten, die Zeit läuft nur scheinbar kontinuierlich ab.

Das scheinbare Fließen der Zeit wird daher von vielen Physikern und Philosophen als ein subjektives Phänomen oder gar als Illusion angesehen. Man nimmt an, dass es sehr eng mit dem Phänomen des Bewusstseins verknüpft ist, das ebenso wie dieses sich einer physikalischen Beschreibung oder gar Erklärung entzieht und zu den großen Rätseln der Naturwissenschaft und Philosophie zählt. Damit wäre unsere Erfahrung von Zeit vergleichbar mit den Qualia in der Philosophie des Bewusstseins und hätte folglich mit der Realität primär ebenso wenig zu tun wie der phänomenale Bewusstseinsinhalt bei der Wahrnehmung der Farbe Blau mit der zugehörigen Wellenlänge des Lichts. Hinfällig wäre damit unsere intuitive Vorstellung, es gäbe eine von der eigenen Person unabhängige Instanz nach Art einer kosmischen Uhr, die bestimmt, welchen Zeitpunkt wir alle im Moment gemeinsam erleben, und die damit die Gegenwart zu einem objektiven uns alle verbindenden Jetzt macht.

Wikipedia Auszug aus dem Artikel „Zeit“

Der Umzug hat begonnen. Heute ist ein guter Tag.

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