Wieviel Leid läßt sich ertragen bis man daran zu Grunde geht

„Mancher Mensch hat ein großes Feuer in seiner Seele, und niemand kommt, um sich daran zu wärmen.“ (Vincent van Gogh)

Als ich ich im vorigen Jahr 10 Tage auf der Paliativstation war, ist meine Katze verschwunden. Angeblich hätte sie mich gesucht und ist dann nicht mehr nach Hause gekommen.

Heute überraschte mich meine Gemahlsgattin mit dem Geständnis, die Katze wäre angefahren worden und hätte eingeschläfert werden müssen. Sie wählte den Ausdruck „Geständnis“.

Mich macht diese Bezeichnung misstrauisch. Warum ist das ein Geständnis. Warum erzählt sie es jetzt, wo sie doch keinerlei Schuld daran hat.

Mir kam der ganze Vorgang merkwürdig vor, sobald ich darüber nachgedacht habe. Die Idee, das meine Katze eingeschläfert worden ist, kam mir ziemlich schnell. Im Krankenhaus hätte ich keine Möglichkeit ein zu greifen.

Die Geschichte mit der Verletzung kann ich kaum glauben, da mir die Ausschmückungen zu dick aufgetragen vorkommen. Der Notarzt musste ins Haus kommen. Beim Spritze verabreichen zum Einschläfern musste meine Gemahlsgattin nicht dabei sein. Die tote Katze konnte sie
dann mit nach Hause nehmen, obwohl es nicht erlaubt ist. Warum ist sie auf einmal in der Praxis und nicht zu Hause. Beim Verbuddeln im Garten wurde sie vom Nachbarn gestört und hat die Katze dann im Wald vergraben. Sie könnte mir die Stelle zeigen.

Unter Berücksichtigung ihrer Krebserkrankung – spinnt die Frau oder lügt sie nur.

Mich macht diese Geschichte fertig.

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