Gewöhnlich kommt es, wenn die Lichter brennen.
Es poltert mit den Tellern und den Tassen.
Auf roten Schuhen schlurrt es in den nassen
Geschwenkten Nächten und man hört sein Flennen.
Von Zeit zu Zeit scheint es umherzurennen
Mit Trumpf, Atout und ausgespielten Assen.
Auf Seil und Räder scheint es aufzupassen
Und ist an seinem Lärmen zu erkennen.
Es ist beschäftigt in der Gängelschwemme
Und hochweis weht dann seine erzene Haube,
Auf seinen Fingern zittern Hahnenkämme,
Mit schrillen Glocken kugelt es im Staube.
Dann reißen plötzlich alle wehen Dämme
Und aus der Kuckucksuhr tritt eine Taube.
Ein Opfer der Zerstückung, ganz besessen
Bin ich – wie nennt ihr’s doch? – ein Schizophrene.
Ihr wollt, daß ich verschwinde von der Szene,
Um euren eigenen Anblick zu vergessen.
Ich aber werde eure Worte pressen
In des Sonettes dunkle Kantilene.
Es haben meine ätzenden Arsene
Das Blut euch bis zum Herzen schon durchmessen.
Des Tages Licht und der Gewohnheit Dauer
Behüten euch mit einer sichern Mauer
Vor meinem Aberwitz und grellem Wahne.
Doch plötzlich überfällt auch euch die Trauer.
Es rüttelt euch ein unterirdischer Schauer
Und ihr zergeht im Schwunge meiner Fahne.
da jede Weltgegend im Blickfeld
jedes Menschen ist
JETZT
nur jetzt
da die Entfernung der Weltangelegenheiten
so kurz ist
und der Lauf der Ereignisse
die Zeit so sehr beschleunigt
JETZT
nur jetzt
da kein Winkel der Erde noch Geheimnisse hat
UND DESHALB
ist es nicht mehr möglich
gleichgültig zu bleiben
…
JETZT
und noch einmal
DER POESIESCHAFFENDE
ist aufgerufen seinen Teil zu leisten
DENN
er besitzt den RiesenÜberblick
fähig von oben in jede Scholle zu schauen
er besitzt die rasierklingenscharfe Sprache
um jeden Stacheldraht zu zerschneiden
er besitzt enorme Arme
fähig jeden Menschen
der zur Welt gehört und nicht nur zum Dorf
zu umarmen
…
er besitzt enorme Kelch-Hände
die jeden Samen und jede Brut kneten
er besitzt fähige Finger
um bunte Fäden aus Haut und Gedanken
ineinander zu verflechten
die auf langen realen und telematischen Wegen verlaufen
er besitzt unendlich viele Herzen
die im Gleichklang
gegen das Herz aller klopfen
er besitzt den Atem
(göttlich?)
der Gerechtigkeit nährt und das Feuer
der Gleichgültigkeit löscht
…
DIE JUGEND
die den Fortschritt nicht fürchtet
hat weder Angst bis zur Gefahr
der imaginären globalen Agora vorzudringen
noch auf realen Plätzen zu schreien oder das Bewusstsein
der sogenannten Mächtigen aufzurütteln
(das kann und soll)
die künftige Aufgabe sein für den
WIEDERAUFBAU
DENN
Der Erde
mangelt es weder
an Ort noch an
Traumidealisierung einer unmöglichen Gesellschaft
oder Illusionen
ABER
verwandle
…
DENKEN UND WIRKLICHKEIT
bewusst
JETZT
und nur jetzt
ist es möglich sich zu engagieren
um eine Welt zu erschaffen
in der
der Frieden Herrscher wird
die Erde verwandelt sich in
WELTORT
EIN RAUM FÜR ALLE
wo der Einzelne und die Gesellschaft
in der gemeinsamen Umarmung
die Wälle niederreißen
…
JETZT
und nur jetzt
ist die Zeit jenes Richtige
DIE ZEIT
des Menschen der das Blendwerk seiner selbst ablegt
wird nach einer Zeit
Vater Sohn Mutter Bruder Freund
Freier Surfer
auf dem Gebiet der Richtigen Dimension
Ins Deutsche übersetzt von Juana und Tobias Burghardt
Heute am 11. Februar 2012 wurde mir um 12:22 Uhr beim WDR 2 Hören klar, dass der von Cat Stevens 1970 veröffentliche Song “Father & Son” eine Fortsetzung in Adeles “Someone Like You” gefunden hat.
WARUM?
Die in der vierten Strophe von Cat Stevens “Father & Son” gemachte Aufforderung des Vaters: “Find a girl, settle down”, findet ihre Fortsetzung in Adeles “Someone like you” in der ersten Zeile “I heard that you’re settled down, That you found a girl and you’re married now”.
Father It’s not time to make a change, Just relax, take it easy. You’re still young, that’s your fault, There’s so much you have to know. Find a girl, settle down, If you want you can marry. Look at me, I am old, but I’m happy.
I was once like you are now, and I know that it’s not easy, To be calm when you’ve found something going on. But take your time, think a lot, Why, think of everything you’ve got. For you will still be here tomorrow, but your dreams may not.
Son How can I try to explain, when I do he turns away again. It’s always been the same, same old story. From the moment I could talk I was ordered to listen. Now there’s a way and I know that I have to go away. I know I have to go.
Father It’s not time to make a change, Just sit down, take it slowly. You’re still young, that’s your fault, There’s so much you have to go through. Find a girl, settle down, If you want you can marry. Look at me, I am old, but I’m happy. Son – away away away, I know I have to Make this decision alone – no son All the times that I cried, keeping all the things I knew inside, It’s hard, but it’s harder to ignore it. If they were right, I’d agree, but it’s them you know not me. Now there’s a way and I know that I have to go away. I know I have to go. Father – stay stay stay, why must you go and Make this decision alone?
I heard, that you’re settled down That you found a girl and you’re, married now
I heard, that you’re dreams came true I guess she gave you things I didn’t give to you
Old friend, why are you so shy Ain’t like you to hold back Or hide from the light
I hate to turn up out of the blue uninvited but I Couldn’t stay away I couldn’t fight it I had hoped you’d see my face And that you be reminded that for me it isn’t over
Never mind I’ll find someone like you I wish nothing but the best For you too, don’t forget me I beg, I’ll remember you said Sometimes it lasts in love But sometimes it hurts instead Sometimes it lasts in love But sometimes it hurts instead yeah
You know how the time flies Only yesterday it was the time of our lives We were born and raised In a summer haze bound by the surprise Of our glory days
I hate to turn up out of the blue uninvited but I Couldn’t stay away I couldn’t fight it I hoped you’d see my face And that you’d be reminded that for me it isn’t over
Never mind I’ll find someone like you I wish nothing but the best for you too Don’t forget me I beg, I’ll remember you said Sometimes it lasts in love but sometimes it hurts instead
Nothing compares no worries or cares Regrets and mistakes their memories made Who would have known how bittersweet This would taste
Never mind I’ll find someone like you I wish nothing but the best for you Don’t forget me I beg, I’ll remember you said Sometimes it lasts in love but sometimes it hurts instead
Never mind I’ll find someone like you I wish nothing but the best for you too Don’t forget me I beg, I’ll remember you said Sometimes it lasts in love but sometimes it hurts instead
Sometimes it lasts in love but sometimes it hurts instead
Der Sänger und Musiker beherrscht sowohl die Gitarre als auch Schlagzeug und Klavier. Sein Musikstil während seiner Schaffensphase als Cat Stevens und nach seinem Comeback als Yusuf kann am ehesten dem Folk- oder Softrock zugerechnet werden. Zu seinen bekanntesten Liedern zählen Matthew & Son (1966), Lady D’Arbanville(1970), Wild World (1971), Moonshadow (1971), Father and Son (1971) und Morning Has Broken (1971).
Auf dem Tisch die neue Decke und das Porzellanservice und die süßesten Gebäcke, was gäbs Schöneres als dies? Silbern klappern die Tabletts, hin und her geht das Geschwätz: Bitte sehr, danke schön, bitte sehr, danke schön.
Aufgetan ist für die Kleinchen köstlich und verschwenderisch. Und die rotbehosten Beinchen schaukeln unterm Kaffeetisch. Höflich wie Erwachsene reicht man sich die Schlagsahne: Bitte sehr, danke schön, bitte sehr, danke schön.
aus:
Gerd Haffmans: DIE FEIERNDEN DEUTSCHEN: 789 brauchbare Gedichte – durch den Tag, durch das Jahr und durch das Leben
Ein ungehobener Schatz an Gedichten vom Barock bis in die unmittelbare Gegenwart.
Peter Hacks (* 21. März1928 in Breslau; † 28. August2003 bei Groß Machnow) war ein deutscher Dramatiker, Lyriker, Erzähler und Essayist. Er begründete in den sechziger Jahren die „sozialistische Klassik“ und gilt als einer der bedeutendsten Dramatiker der DDR. Lange Zeit war er der einzige Gegenwartsdichter, der sowohl auf den Bühnen der DDR als auch auf denen der Bundesrepublik Deutschland stark präsent war. Der Erfolg seines Stückes Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe ist auf den deutschen Bühnen des 20. Jahrhunderts beispiellos.
Ja, sicher, Huxley tourte per Auto durch ganz Südeuropa und schrieb ein fabelhaftes Buch darüber, und Lawrence malte dieses tolle Bild von einem pissenden Mann, und Huxley schluckte Peyote und Frieda gab Lawrence ein richtiges Zuhause, und Huxley faßte sich an den Kopf und sagte „Es ist hier oben“ und Lawrence griff sich an den Bauch und sagte „Nein, da unten.“ Huxley erblindete, wie man weiß, und Lawrence hatte einen sechsten Sinn wenn es um Tiere ging und manchmal denke ich an ihn, manchmal an Huxley und manchmal auch an Charo mit ihrer Löwenmähne, so chi-chi sexy, aber Manchmal denke ich an zwei junge Mexikaner die im Olympic Auditorium aufeinander eindreschen. Ja, sicher, unsere Welt ist voll von Träumen, und manchmal wenn ich nachts nicht schlafen kann und mein Kopf an nichts mehr denken will, starre ich nur noch an die dunkle Decke.
Der 23. Januar (in Österreich und Südtirol: 23. Jänner) ist der 23. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit verbleiben 342 Tage (in Schaltjahren 343 Tage) bis zum Jahresende.
Habe oft einen dampfen, düstern Sinn,
Ein gar so schweres Blut!
Wenn ich bei meiner Christel bin,
Ist alles wieder gut.
Ich seh sie dort, ich seh sie hier
Und weiss nicht auf der Welt,
Und wie und wo und wann sie mir,
Warum sie mir gefällt.
Das schwarze Schelmenaug dadrein,
Die schwarze Braue drauf,
Seh ich ein einzig Mal hinein,
Die Seele geht mir auf.
Ist eine, die so lieben Mund,
Liebrunde Wänglein hat?
Ach, und es ist noch etwas rund,
Da sieht kein Aug sich satt!
Und wenn ich sie denn fassen darf
Im luft’gen deutschen Tanz,
Das geht herum, das geht so scharf,
Da fühl ich mich so ganz!
Und wenn’s ihr taumlig wird und warm,
Da wieg ich sie sogleich
An meiner Brust, in meinem Arm;
’s ist mir ein Königreich!
Und wenn sie liebend nach mir blickt
Und alles rund vergisst,
Und dann an meine Brust gedrückt
Und weidlich eins geküsst,
Das läuft mir durch das Rückenmark
Bis in die grosse Zeh!
Ich bin so schwach, ich bin so stark,
Mir ist so wohl, so weh!
Da möcht ich mehr und immer mehr,
Der Tag wird mir nicht lang;
Wenn ich die Nacht auch bei ihr wär,
Davor wär mir nicht bang.
Ich denk, ich halte sie einmal
Und büsse meine Lust;
Und endigt sich nicht meine Qual,
Sterb ich an ihrer Brust!
Goethes literarische Produktion umfasst Gedichte, Dramen, erzählende Werke (in Vers und Prosa), autobiografische, ästhetische, kunst- und literaturtheoretische sowie naturwissenschaftliche Schriften. Auch sein umfangreicher Briefwechsel ist von großer literarischer Bedeutung. Goethe war ein Vorreiter und der wichtigste Vertreter desSturm und Drang. Sein Roman Die Leiden des jungen Werthers machte ihn 1774 in ganz Europa berühmt. Später wandte er sich inhaltlich und formal den Idealen derAntike zu und wurde ab den 1790er Jahren, gemeinsam mit Friedrich Schiller und im Austausch mit diesem, zum wichtigsten Vertreter der Weimarer Klassik. Im Alter galt Goethe auch im Ausland als Repräsentant des geistigen Deutschland.
Während die Wertschätzung Goethes nach seinem Tode zunächst abnahm, wurde er im Deutschen Kaiserreich ab 1871 „zum Kronzeugen der nationalen Identität der Deutschen“[2] und als solcher für den deutschen Nationalismus vereinnahmt. Es setzte nun eine Verehrung nicht nur des Werks, sondern auch der Persönlichkeit des Dichters ein, dessen Lebensführung als vorbildlich empfunden wurde. Bis heute gilt Goethe als bedeutendster deutscher Dichter, sein Werk wird zu den Höhepunkten derWeltliteratur gezählt.
Christel
Ein Song aus dem Repertoire der Band KRANZER
Musik und Komposition: Raphael Grosch
Gesang: Raphael Grosch
Text: Johann Wolfgang von Goethe
Heine gilt als „letzter Dichter der Romantik“ und zugleich als deren Überwinder. Er machte die Alltagssprache lyrikfähig, erhob das Feuilleton und den Reisebericht zur Kunstform und verlieh der deutschen Literatur eine zuvor nicht gekannte elegante Leichtigkeit. Die Werke kaum eines anderen Dichters deutscher Sprache wurden bis heute so häufig übersetzt und vertont. Als kritischer, politisch engagierter Journalist, Essayist, Satiriker und Polemiker war Heine ebenso bewundert wie gefürchtet. Wegen seiner jüdischen Herkunft und seiner politischen Einstellung wurde er immer wieder angefeindet und ausgegrenzt. Diese Außenseiterrolle prägte sein Leben, sein Werk und dessen wechselvolle Rezeptionsgeschichte.