Sag‘ an, du Träumer am lichten Tag. Was willst du heut‘ mit dem Bangen? Du wandelst so stumm durch Lenz und Hag, Als wärst du von Blindheit befangen.
„Ich bin nicht blind und sehe doch nicht, Mir ist nicht dunkel und ist nicht licht. Könnt‘ lachen und könnte weinen. Doch sagen könnt‘ ich es keinem.“
O sieht dich die Sonne so freundlich an, Was sollen dir Schmerz und Reue? Wirf ab deine Last, du trauriger Mann, Und freu‘ dich an Sonne und Bläue.
„Mich freut keine Sonne, mich freut kein Blau Und hab‘ doch den Frühling so gerne. Ach, die ich allein nur am liebsten erschau, Die weilt schon lang in der Ferne.“
Wenn auf Gefilden neues Entzücken keimt
Und sich die Ansicht wieder verschönt und sich
An Bergen, wo die Bäume grünen,
Hellere Lüfte, Gewölke zeigen,
O! welche Freude haben die Menschen! froh
Gehn an Gestaden Einsame, Ruh und Lust
Und Wonne der Gesundheit blühet,
Freundliches Lachen ist auch nicht ferne.