Er war von 1982 bis 1985 Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit und von 1977 bis 1989 Generalsekretär der CDU. Im Mai 2007 trat er der globalisierungskritischen Organisation attac bei. Besonders während der Tätigkeit als Generalsekretär fiel Geißler durch stark polarisierende Äußerungen über die politische Linke auf. In den letzten Jahren sorgte seine Wende zu liberalen bis linken Positionen, vor allem in der Wirtschafts- und Sozialpolitik, für beträchtliches Aufsehen.
Zitate mit Quellenangabe
„Die Deutschen sind ein großartiges Volk, wenn sie die richtige politische Führung haben.“ – Bericht über den CDU-Parteitag 1986, in: Der Spiegel 40/1986, 29. September 1986
„Finanziell war ich immer unabhängig, ich musste nie von der Politik leben. Ich bin Volljurist, ich war Richter, ich war Rechtsanwalt – das hätte ich jederzeit wieder machen können.“ – in einem Interview, Frankfurter Rundschau, www.fr-online.de „Ich gebe mir selbst Halt“
„Jeder intelligente Katholik ist im Inneren irgendwie auch Protestant. Die Nachfolgeorganisation der Inquisition, die Glaubenskongregation unter Kardinal Ratzinger, kann ja wohl nicht der Maßstab des Glaubens sein.“ – im Interview mit der Zeit, 22. Dezember 2003
„Nationalstolz ist auch keine Voraussetzung für das Amt des CDU-Generalsekretärs. Stolz gehört zu den sieben Hauptsünden.“ – im Zuge der Patriotismusdebatte, 15. Dezember 2004, netzeitung.de
„Ohne den Pazifismus der 30er Jahre wäre Auschwitz überhaupt nicht möglich gewesen.“ – Bundestagsdebatte über die Sicherheitspolitik, 15. Juni 1983, faz.net