Schlaflied für mein Herz

von Johan Ludvig Runeberg  

Schlaf, du unruhiges Herz, schlaf!
Vergiss vergang’ne Lieb und Leid;
Hoffnung nicht den Frieden störe,
Träume nicht deine Ruhe.

Warum blickst du zum Tage noch?
Sage doch, was mehr erhoffst du?
Für die Wunden, deine tiefen,
eine heilende Blume?

Mein armes Herz, schließe dein Aug‘;
Tagesrosen hast du erprobt;
bloß in des Schlafes Dunkelheit
keimt der heilende Stängel.

Schau, die Lilie, sie schlummert ein,
gebrochen durch des Herbstes Wind.
Schlaf wie der Hirsch, den sie jagten,
getroffen er verblutet.

Weshalb sorgen den Tag, der war?
Wozu denken, dass froh du warst?
Einmal muss der Frühling welken,
einmal die Freud im Herzen!

Deinen Maitag hast du geseh’n,
auch wenn dieser nicht ewig blieb!
Such nicht dessen milde Flamme
nun in des Winters Schatten.

Siehst du die frohen Stunden noch?
Der Hain war grün, der Vogel sang,
und dein liebevoller Tempel
war der duftende Hügel.

Spürst du noch der Umarmung Druck?
Fühlst du das Herz, das dich gesucht,
und der kussbedeckten Lippen
dahinscheidenden Schwüre?

Da, als Auge in Auge sah,
Gespür gespiegelt in dir lag,
da war Zeit zum Wachen, Herz mein,
nun zum Schlummern, Vergessen.

Schlaf, du unruhiges Herz, schlaf!
Vergiss vergang’ne Lieb und Leid;
Hoffnung nicht den Frieden störe,
Träume nicht deine Ruhe.

© Willi Grigor, 2016, 
Übersetzung aus dem Schwedischen:


Vaggsång för mitt hjärta

Sov oroliga hjärta, sov!
Glöm vad världen har ljuvt och lett ;
intet hopp din frid förstöre,
inga drömmar din vila.

Varför ser du mot dagen än?
Säg, vad väntar du mer av den?
För de djupa sår, kanhända,
någon helande blomma?

Arma hjärta, slut ögat till ;
dagens rosor du prövat nog ;
blott i sömnens dunkla lustgård
gror den stängel, dig läker.

Sov, som liljan, hon slumrar bort,
flyktigt bruten av höstens vind.
Sov, som hinden, tyngd av pilar,
somnar in och förblöder.

Varför sörja förflutna dar?
Varför minnas att sällt du var?
En gång måste våren vissna,
en gång glädjen, o hjärta!

Även du har din majdag sett ;
vad, fast icke den evig blev!
Sök blott ej dess milda låga
än bland vintriga skuggor.

Minns du sällhetens stunder än?
Lunden grönskade, fågeln sjöng,
och ditt kärleksfulla tempel
var den doftande kullen.

Minns du famnen, som slöt dig där?
Minns du hjärtat, som sökte dig?
Minns du än den kyssbetäckta
läppens domnande eder?

Då när öga i öga såg,
känsla speglad i känsla låg,
då var tid att vaka, hjärta,
nu att slumra och glömma.

Sov, oroliga hjärta, sov!
Glöm vad världen har ljuvt och lett ;
intet hopp din frid förstöre,
inga drömmar din vila.

 Weitere Gedichte von Johan Ludvig Runeberg

Vermisse Dich!

Facebook GB Einträge

GBPicsOnline.comI Miss You Gästebuchbilder

Noch ein Gedicht!

„Auch ist das vielleicht nicht eigentlich Liebe,
wenn ich sage,
daß Du mir das Liebste bist;

Liebe ist,
daß Du mir das Messer bist,
mit dem ich in mir wühle.“

Franz Kafka

Franz Kafka (1883-1924)

I love you x 100 – YouTube

I love you x 100 – YouTube.

Heinrich Heine – Teetisch

Teetisch - © Cezar (Kaiser)

Teetisch – © Cezar (Kaiser)

Sie saßen und tranken am Teetisch,
Und sprachen von der Liebe viel.
Die Herren, die waren ästhetisch,
Die Damen von zartem Gefühl.

Die Liebe muß sein platonisch,
Der dürre Hofrat sprach.
Die Hofrätin lächelt ironisch,
Und dennoch seufzte sie: Ach!

Der Domherr öffnet den Mund weit:
Die Liebe sei nicht zu roh,
Sie schadet sonst der Gesundheit.
Das Fräulein lispelt: Wie so?

Die Gräfin spricht wehmütig:
Die Liebe ist eine Passion!
Und präsentieret gütig
Die Tasse dem Herren Baron.

Am Tische war noch ein Plätzchen;
Mein Liebchen, da hast du gefehlt.
Du hättest so hübsch, mein Schätzchen,
Von deiner Liebe erzählt.

Christian Johann Heinrich Heine (* 13. Dezember 1797 als Harry Heine in Düsseldorf, Herzogtum Berg; † 17. Februar 1856 in Paris) war einer der bedeutendsten deutschen Dichter, Schriftsteller und Journalisten des 19. Jahrhunderts.

Heine gilt als „letzter Dichter der Romantik“ und zugleich als deren Überwinder. Er machte die Alltagssprache lyrikfähig, erhob das Feuilleton und den Reisebericht zur Kunstform und verlieh der deutschen Literatur eine zuvor nicht gekannte elegante Leichtigkeit. Die Werke kaum eines anderen Dichters deutscher Sprache wurden bis heute so häufig übersetzt und vertont. Als kritischer, politisch engagierter Journalist, Essayist, Satiriker und Polemiker war Heine ebenso bewundert wie gefürchtet. Wegen seiner jüdischen Herkunft und seiner politischen Einstellung wurde er immer wieder angefeindet und ausgegrenzt. Diese Außenseiterrolle prägte sein Leben, sein Werk und dessen wechselvolle Rezeptionsgeschichte.

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Oberer Ausschnitt des ältesten Portraits des Franz von Assisi, ein Wandgemälde aus Sacro Speco in Subiaco.

 Das älteste, noch zu Lebzeiten entstandene Bild des Franz von Assisi, ein Wandgemälde im Sacro Speco in Subiaco
Public domain Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.
Dies gilt für die Europäische Union, die Vereinigten Staaten, Australien und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers.


Diese Datei wurde als bar jeglicher bekannter Einschränkungen des Urheberrechts, einschließlich verbundener und benachbarter Rechte erkannt.

Der 22. Dezember ist der 356. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 357. in Schaltjahren), somit bleiben 9 Tage bis zum Jahresende.

Am 22. (bzw. 21.) Dezember steht die Sonne mittags am südlichen Wendekreis im Zenit und geht am nördlichen Polarkreis tagsüber nicht mehr auf. Dieser Tag ist somit in der nördlichen Erdhälfte der kürzeste des Jahres, die Wintersonnenwende.

Franz von Assisi (auch Franziskus von Assisi, lat.: Franciscus de Assisi oder Franciscus Assisiensis, ital.: Francesco d’Assisi, gebürtig Giovanni Battista Bernardone; * 1181/1182 in Assisi, Italien; † 3. Oktober 1226 in der Portiuncula-Kapelle unterhalb von Assisi) lebte streng nach dem Vorbild des Jesus von Nazaret (sogenannte Imitatio Christi), wie er selbst sagte, das Evangelium sine glossa, das heißt nach der Bibel ohne aufgesetzter Deutung. Diese Lebensweise zog gleichgesinnte Gefährten und Nachahmer an. Franziskus gründete den Orden der Minderen Brüder (siehe Franziskanische Orden) und war Mitbegründer des Frauenordens der Klarissen. Er wurde von der katholischen Kirche heiliggesprochen. Sein Gedenktag ist in der römisch-katholischen, der alt-katholischen, der anglikanischen und einigen evangelischen Kirchen am 4. Oktober.

Eines Tages sagte Franziskus weinend zu Jesus:
Ich liebe die Sonne und die Sterne,
ich liebe Klara und die Schwestern,
ich liebe das Herz der Menschen und alle schönen Dinge,
mein Herr,
du sollst mir verzeihen,
denn nur dich sollte ich lieben!

Lächelnd antwortete ihm der Herr:
Ich liebe die Sonne und die Sterne,
ich liebe Klara und die Schwestern,
ich liebe das Herz der Menschen und alle schönen Dinge,
mein Franziskus,
du sollst nicht mehr weinen,
denn ich liebe dasselbe wie du!

Singend entgegnete ihm Franziskus:
Ich liebe die Sonne und die Sterne,
ich liebe Klara und die Schwestern,
ich liebe das Herz der Menschen und alle schönen Dinge,
mein Herr,
ich danke dir für die ganze Schöpfung,
die ich lieben darf!

Umbrisches Lied

Panorama von Assisi

Panoramabild der Stadt Assisi

GNU head Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Der 14. Dezember ist der 348. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 349. in Schaltjahren), somit bleiben 17 Tage bis zum Jahresende.

Wandmalerei - © 	Marc Tollas / PIXELIOWandmalerei – ©     Marc Tollas / PIXELIO

Das Leben ist nicht ein Frommsein, sondern ein Frommwerden,
nicht eine Gesundheit, sondern ein Gesundwerden,
nicht ein Sein, sondern ein Werden,
nicht eine Ruhe, sondern eine Übung.
Wir sind’s noch nicht, wir werden’s aber.
Es ist noch nicht getan oder geschehen,
es ist aber im Gang und im Schwang.
Es ist nicht das Ende, es ist aber der Weg.
Es glüht und glänzt noch nicht alles,
es reinigt sich aber alles.

Martin Luther (* 10. November 1483 in Eisleben, Grafschaft Mansfeld; † 18. Februar 1546 ebenda

Dienstag, 13. Dezember 2011

Der 13. Dezember ist der 347. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 348. in Schaltjahren), somit bleiben 18 Tage bis zum Jahresende.
Liebes-Leben der Fahrräder - 	© olga meier-sander  / pixelio.deLiebes-Leben der Fahrräder – © olga meier-sander / pixelio.de

Liebes Leben

Liebes Leben, fang mich ein,
halt mich an die Erde.
Kann doch, was ich bin, nur sein,
wenn ich es auch werde.

Gib mir Tränen, gibt mir Mut,
und von allem mehr.
Mach mich böse, mach mich gut,
nur nie ungefähr.

Liebes Leben, abgemacht?
Darfst mir nicht verfliegen.
Hab noch so viel Mitternacht
sprachlos vor mir liegen.

Konstantin Wecker: Liebes Leben Lyrics

Sonntag, 11. Dezember 2011

Der 11. Dezember ist der 345. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 346. in Schaltjahren), somit bleiben 20 Tage bis zum Jahresende.

Kater - © ute kawik  / pixelio.deKater – © ute kawik  / pixelio.de

Was es ist

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Erich Fried „Es ist was es ist. Liebesgedichte, Angstgedichte, Zorngedichte“, Berlin 1996.

Mehr!?

Sonnabend, 10. Dezember 2011

Der 10. Dezember ist der 344. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 345. in Schaltjahren), somit bleiben 21 Tage bis zum Jahresende.

Erinnerung - eigenes Handyphoto

Von dem Menschen,
den du geliebt hast,
wird immer etwas in deinem Herzen zurückbleiben
etwas von seinen Träumen
etwas von seinen Hoffnungen
etwas von seinem Leben
alles von seiner Liebe.

Irmgard Erath