Eduard Mörike: Leben und Tod

Eduard Mörike

Leben und Tod

Sucht das Leben wohl den Tod?
Oder sucht der Tod das Leben?
Können Morgenröte und das Abendrot
Sich auf halbem Weg die Hände geben?

Die stille Nacht tritt mitten ein,
Die sich der Liebenden erbarme!
Sie winkt: es flüstert: „Amen!“ – Mein und dein!
Da fallen sie sich zitternd in die Arme.

Wer war’s?

„Wer unsere Träume stiehlt, gibt uns den Tod.“

 (Konfuzius – Begründer des Konfuzianismus)

Wer war’s?

Das Leben ist wundervoll. Es gibt Augenblicke, da möchte man sterben.
Aber dann geschieht etwas Neues, und man glaubt, man sei im Himmel.