Tränenreise

Tränen laufen leise,
schau ihnen hinterher.
Nächtliche Reise,
hinein ins Tränenmeer.
Wollte sie unterdrücken,
nur nicht untergehen.

Und die Tränen tropfen leise,
auf dem Boden der Nacht.
Sie spielen ihre eigene Weise,
haben Melodien gebracht.

Tränen laufen leise,
schau ihnen hinterher.
Nächtliche Reise,
hinein ins Tränenmeer.
Wollte sie unterdrücken,
nur nicht untergehen.

Halberfroren – Bitterkeit,
Gedankenreise hakt.
Festgefahren – Ausgebremst,
Gefühlsbeben versagt.

Tränen laufen leise,
schau ihnen hinterher.
Nächtliche Reise,
hinein ins Tränenmeer.
Wollte sie unterdrücken,
nur nicht untergehen.

Tränenstrasse – Tränenmeer,
im Herzwasser gefangen.
Schmerzlich – Schmerzhaft,
in Gedanken verfangen.

Tränen laufen leise,
schau ihnen hinterher.
Nächtliche Reise,
hinein ins Tränenmeer.
Wollte sie unterdrücken,
nur nicht untergehen.

Grosse Mädchen weinen nicht,
die sind furchbar stark.
Doch ich wein im Mondenlicht,
weil ich Schwäche mag.

Tränen laufen leise,
schau ihnen hinterher.
Nächtliche Reise,
hinein ins Tränenmeer.
Wollte sie unterdrücken,
nur nicht untergehen.

Grosse Mädchen haben Glück,
sie sind nicht zu verletzen.
Doch ich behalt ein Scherbenstück,
mein Herz tat sich zersetzen.

Tränen laufen leise,
schau ihnen hinterher.
Nächtliche Reise,
hinein ins Tränenmeer.
Wollte sie unterdrücken,
nur nicht untergehen.

Und ich ertrink,
in einem Meer aus Tränen 

© MoonlightY

Zitat – Hippokrates

Dem Gehirn, und nur dem Gehirn allein,

entspringen unsere Freuden und Wonnen,

das Lachen und die Späße, desgleichen unsere

Sorgen, der Schmerz, der Kummer und die

Tränen…

Das Hirn ist überdies der Sitz von

Wahnsinn und Delirium, von Ängsten und

Schrecken, welche uns bei Tage oder des

Nachts befallen…

  

Hippocrates pushkin02

© user:shakko (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], durch Wikimedia Commons

 

(altgr. Ἱπποκράτης ὁ Κῷος; * um 460 v. Chr. auf der griechischen Ägäisinsel Kos; † um 370 v. Chr. in Larisa, Thessalien) gilt als der berühmteste Arzt des Altertums.

Hippokrates stammte aus dem Geschlecht der Asklepiaden, die sich selbst auf den Heilgott Asklepios zurückführten; seine Eltern hießen Heraklides und Phänarete.

Nach seinem Vater unterwiesen ihn u.a. auch Herodikos von Selymbria und der Philosoph Demokrit von Abdera. Offenbar reiste er als wandernder Arzt viel und weit durch Griechenland und Kleinasien. Unter anderem hielt er sich drei Jahre auf der Insel Thasos auf. Er leistete einen großen Beitrag zur koischen Ärzteschule (siehe unten). Seine Söhne Drakon und Thessalos sowie sein Schwiegersohn Polybos führten die Familientradition fort.

Hippokrates wurde schon zu Lebzeiten hochverehrt. Er gilt als Begründer der Medizin als Wissenschaft. Im 2. Jahrhundert n. Chr. kam es zu einer Hippokrates-Renaissance, zu der Galen entscheidend beitrug. Koische Bronzemünzen aus der frühen Kaiserzeit tragen sein Bildnis.

Es ist umstritten, ob der Eid des Hippokrates – ein erstes sittliches Grundgesetz des Arztberufes – von Hippokrates selbst stammt.

Bibliografische Angaben für „Hippokrates von Kos

Eid des Hippokrates

Übersetzung aus dem Altgriechischen

„Ich schwöre und rufe Apollon, den Arzt, und Asklepios und Hygeia und Panakeia und alle Götter und Göttinnen zu Zeugen an, dass ich diesen Eid und diesen Vertrag nach meiner Fähigkeit und nach meiner Einsicht erfüllen werde.

Ich werde den, der mich diese Kunst gelehrt hat, gleich meinen Eltern achten, ihn an meinem Unterricht teilnehmen lassen, ihm wenn er in Not gerät, von dem Meinigen abgeben, seine Nachkommen gleich meinen Brüdern halten und sie diese Kunst lehren, wenn sie sie zu lernen verlangen, ohne Entgelt und Vertrag. Und ich werde an Vorschriften, Vorlesungen und aller übrigen Unterweisung meine Söhne und die meines Lehrers und die vertraglich verpflichteten und nach der ärztlichen Sitte vereidigten Schüler teilnehmen lassen, sonst aber niemanden.

Ich werde ärztliche Verordnungen treffen zum Nutzen der Kranken nach meiner Fähigkeit und meinem Urteil, hüten aber werde ich mich davor, sie zum Schaden und in unrechter Weise anzuwenden.

Auch werde ich niemandem ein tödliches Gift geben, auch nicht wenn ich darum gebeten werde, und ich werde auch niemanden dabei beraten; auch werde ich keiner Frau ein Abtreibungsmittel geben.

Rein und fromm werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren.

Ich werde nicht schneiden, sogar Steinleidende nicht, sondern werde das den Männern überlassen, die dieses Handwerk ausüben.

In alle Häuser, in die ich komme, werde ich zum Nutzen der Kranken hineingehen, frei von jedem bewussten Unrecht und jeder Übeltat, besonders von jedem geschlechtlichen Missbrauch an Frauen und Männern, Freien und Sklaven.

Was ich bei der Behandlung oder auch außerhalb meiner Praxis im Umgange mit Menschen sehe und höre, das man nicht weiterreden darf, werde ich verschweigen und als Geheimnis bewahren.

Wenn ich diesen Eid erfülle und nicht breche, so sei mir beschieden, in meinem Leben und in meiner Kunst voranzukommen, indem ich Ansehen bei allen Menschen für alle Zeit gewinne; wenn ich ihn aber übertrete und breche, so geschehe mir das Gegenteil.“

Griechischer Originaltext

Ὄμνυμι Ἀπόλλωνα ἰητρὸν, καὶ Ἀσκληπιὸν, καὶ Ὑγείαν, καὶ Πανάκειαν, καὶ θεοὺς πάντας τε καὶ πάσας, ἵστορας ποιεύμενος, ἐπιτελέα ποιήσειν κατὰ δύναμιν καὶ κρίσιν ἐμὴν ὅρκον τόνδε καὶ ξυγγραφὴν τήνδε.

Ἡγήσασθαι μὲν τὸν διδάξαντά με τὴν τέχνην ταύτην ἴσα γενέτῃσιν ἐμοῖσι, καὶ βίου κοινώσασθαι, καὶ χρεῶν χρηίζοντι μετάδοσιν ποιήσασθαι, καὶ γένος τὸ ἐξ ωὐτέου ἀδελφοῖς ἴσον ἐπικρινέειν ἄῤῥεσι, καὶ διδάξειν τὴν τέχνην ταύτην, ἢν χρηίζωσι μανθάνειν, ἄνευ μισθοῦ καὶ ξυγγραφῆς, παραγγελίης τε καὶ ἀκροήσιος καὶ τῆς λοιπῆς ἁπάσης μαθήσιος μετάδοσιν ποιήσασθαι υἱοῖσί τε ἐμοῖσι, καὶ τοῖσι τοῦ ἐμὲ διδάξαντος, καὶ μαθηταῖσι συγγεγραμμένοισί τε καὶ ὡρκισμένοις νόμῳ ἰητρικῷ, ἄλλῳ δὲ οὐδενί.

Διαιτήμασί τε χρήσομαι ἐπ‘ ὠφελείῃ καμνόντων κατὰ δύναμιν καὶ κρίσιν ἐμὴν, ἐπὶ δηλήσει δὲ καὶ ἀδικίῃ εἴρξειν.

Οὐ δώσω δὲ οὐδὲ φάρμακον οὐδενὶ αἰτηθεὶς θανάσιμον, οὐδὲ ὑφηγήσομαι ξυμβουλίην τοιήνδε. Ὁμοίως δὲ οὐδὲ γυναικὶ πεσσὸν φθόριον δώσω. Ἁγνῶς δὲ καὶ ὁσίως διατηρήσω βίον τὸν ἐμὸν καὶ τέχνην τὴν ἐμήν.

Οὐ τεμέω δὲ οὐδὲ μὴν λιθιῶντας, ἐκχωρήσω δὲ ἐργάτῃσιν ἀνδράσι πρήξιος τῆσδε.

Ἐς οἰκίας δὲ ὁκόσας ἂν ἐσίω, ἐσελεύσομαι ἐπ‘ ὠφελείῃ καμνόντων, ἐκτὸς ἐὼν πάσης ἀδικίης ἑκουσίης καὶ φθορίης, τῆς τε ἄλλης καὶ ἀφροδισίων ἔργων ἐπί τε γυναικείων σωμάτων καὶ ἀνδρῴων, ἐλευθέρων τε καὶ δούλων.

Ἃ δ‘ ἂν ἐν θεραπείῃ ἢ ἴδω, ἢ ἀκούσω, ἢ καὶ ἄνευ θεραπηίης κατὰ βίον ἀνθρώπων, ἃ μὴ χρή ποτε ἐκλαλέεσθαι ἔξω, σιγήσομαι, ἄῤῥητα ἡγεύμενος εἶναι τὰ τοιαῦτα.

Ὅρκον μὲν οὖν μοι τόνδε ἐπιτελέα ποιέοντι, καὶ μὴ ξυγχέοντι, εἴη ἐπαύρασθαι καὶ βίου καὶ τέχνης δοξαζομένῳ παρὰ πᾶσιν ἀνθρώποις ἐς τὸν αἰεὶ χρόνον. Παραβαίνοντι δὲ καὶ ἐπιορκοῦντι, τἀναντία τουτέων.

Wie kann man Zwiebeltränen vermeiden?

Zwiebeldämpfe: Eine chemische Reaktion
Wer kocht, der weiß, Zwiebeln schneiden bringt uns zum Weinen. Ein Schnitt und aus den Zellen der Knolle entweichen Stoffe. Diese steigen auf und lassen unsere Augen tränen: Jede Zelle der Zwiebel hat eine äußere und eine innere Zellschicht in der jeweils zwei unterschiedliche Stoffe enthalten sind. Wird die Zwiebel aufgeschnitten, kommen die beiden Stoffe zusammen, die sonst durch die Zellschicht getrennt sind. Bei diesem chemischen Vorgang entsteht ein Reizgas, das uns zu Tränen rührt und die Nase laufen lässt.

Tipp 1: Wasser
In der Natur schützt dieser raffinierte Mechanismus die Zwiebel vor Fressfeinden. Aber in der Küche gibt es nur eine kurze Schonfrist. Es gibt viele Tipps und Tricks gegen Zwiebeltränen. Oft liest man, dass ein Schluck Wasser im Mund hilft. Durch das Wasser kommen die Zwiebeldämpfe schlechter in den Mund, um die Schleimhäute zu reizen. Außerdem bindet das Wasser auch kurzfristig einen Teil des reizenden Zwiebelgases, das dann nicht mehr zu den Augen vordringen kann. Deshalb sollten beim Schneiden auch Messer und Brett angefeuchtet werden.

Tipp 2: Kälte
Ein guter Rat ist weiter die Zwiebel vor dem Schneiden mit kaltem Wasser abzuspülen oder ein paar Minuten in den Kühlschrank zu legen. Dann ziehen sich die Zwiebelporen zusammen und es entweichen weniger lästige Dämpfe.

Tipp 3: Sitzen
Wichtig ist auch, den Kopf nicht direkt über der Zwiebel zu halten. Denn die Dämpfe steigen senkrecht nach oben. Am Besten lassen sich Zwiebeln also im Sitzen schneiden. Wer absolut keine Träne verdrücken will, muss dann aber doch auf die Taucherbrille mit Nasenschutz zurückgreifen.

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http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/s/d/12.01.2012-16.05/b/die-kleine-anfrage-wie-kann-man-zwiebeltraenen-vermeiden.html

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